Ach, was wäre ich gerne reich…. „Goldschatzsuche“ – Welch ein Reichtum der Natur –

Ach,  was wäre ich gerne reich…
Heute (01.11.2021) begab ich mich auf die Suche. Auf „Goldschatzsuche“ im Spreepark ( Neusalza-Spremberg) in der schönen Oberlausitz.
Mit Fotoausrüstung, Stativ und Gummistiefeln ausgerüstet ging es bei Sonnenschein und milden Temperaturen los. Tja, was soll ich sagen, kaum habe ich die ersten Bilder am Anfang vom Spreepark aufgenommen, verzog sich schlagartig die Sonne. Der Wetterumschwung ist da.
Doch ich gab nicht auf. Der Weg war voller Laub, zum Teil steinig unter dem Laub. Deshalb ist es dort  besser mit festem Schuhwerk zu laufen. Die Gummistiefel trug ich seperat mit.
Dann kam ich um die „Ecke“ und ich sah ihn richtig:
Den Fluß voller „Gold“! Alles voller Blattgold! Die Buchen und der Ahorn warfen stetig ihr Laub ab.
Nun nur noch den richtig großen Blattgoldschatz finden! Den für die Augen und die Seele.
Tapfer lief ich weiter 🙂
Zuerst sah ich einen Pool wie flüssiges Gold und die gefährlichen „Goldwasserstrudel“ im Wasser. Die angestauten Wasserbecken waren voller Blattgold, leider unerreichbar für mich.  es Es sollte für mich der richtige, wahre „Goldschatz“  aus Blattgold sein. Viele große Felsen bewachten das kostbare Blattgold. Also erst einmal die Gummistiefel anziehen. Nur schwer fand ich den Weg durch das „gefährliche“ Wasser. Ein langer Stock diente mir als Stütze.
Dann endlich sah ich ihn: Den „Goldschatz“ auf dem Felsen!
Der Hinweis war eindeutig! Ein kleiner Ast ragte heraus. Herrlich bunt, herrlich aufgehäuft.
Alle Mühen hatten sich gelohnt.
Ich konnte mein Glück kaum fassen!
Gefunden, gefunden, gefunden!
Nun noch schön fotografieren im frischen Wasser stehend.
Ach was bin ich reich!!!!
Ein Augenschmaus für die Augen und für die Seele.
Die bunten Herbstfarben tun so gut.
Nun kann der Winter mit seinen vielen anderen Motiven kommen.
Ein schöner Ausflug, auch wenn die Sonne leider fehlte um das „Blattgold“ richtig zum leuchten zu bringen.
Und wenn ich mal richtig reich sein sollte…werde ich immer wieder an diese besondere Goldschatzsuche denken 🙂

Im Land der bunten Paradiesvögel: Bienenfresser ( Merops apiaster)

Wie jedes Jahr freue ich mich auf die Zeit gegen Ende Juli. Dann treffe ich mich mit meiner Freundin im Land der bunten Paradiesvögel : Bienenfresser ( Merops apiaster) heißen die fotogenen Motive. Sie sind Zugvögel. Bald nach dem Ausflug der Jungen sammeln sie sich und fliegen Richtung Afrika. Also wie fast immer die letzte Gelgenheit, diese hübschen Vögel zu erwischen.

Es gibt sie auch in Sachsen ( Umgebung Meißen) , doch wir treffen uns immer in Sachsen-Anhalt, wo es diese Vögel häufiger gibt. Die Stelle kenne ich noch von früher. Doch wir haben auch noch andere Stellen ausmachen können.

Der Lebensraum der Bienenfresser sind offene Landschaften mit einzelnen Bäumen und Gebüschen. Er brütet in Steilhängen an Ufern von Flüssen oder Seen sowie auch durch Bergbau geschaffenen Lehmwänden.

Die Bienenfresser erbeuten ihre Beute im Flug,  vor allem Hautflügler wie Bienen, Wespen, Hummeln, Hornissen, aber auch Libellen, Zikaden und fliegende Käfer. Da viele wehrhaft sind, fliegen sie  nach dem Ergreifen der Beute zunächst zu einer nahegelegenen Sitzwarte. Dort wird die Beute  mit kräftigen Hieben auf die Unterlage getötet und durchgeknetet, wobei sich die Giftdrüse des Stachels entleert. Erst dann wird das Beutetier verschluckt oder an die Jungen weitergegeben.

Spannend ist es auch zu sehen, wie die Bienenfresser ihren Speiballen auswürgen. Wie bei den Eisvögeln und auch Greifvögeln würgen sie zu Ballen geformte Reste aus. Es geht immer sehr schnell, doch dieses Jahr konnte ich es dokumentieren. Die Jungvögel der Bienenfresser haben noch keine Spitzen ( Spieße ) an den Schwanzfedern. Auch sind sie blasser gefärbt und haben noch dunkle Augen. Die Altvögel haben leuchtend rote Augen.

Am letzten Morgen gelang mir sogar noch ein Foto ( Doku)  von einem Wendehals. Den sehe ich nur selten .. und hoffe im nächsten Jahr auf mehr Erfolg.

Ein paar tolle Fototage mit schönem Wetter und reizvollen Motiven verbrachten wir in Sachsen – Anhalt.

Es ist immer spannend und wir genießen die Stunden im Tarnzelt!  Von dort aus lassen sich die Bienenfresser sehr gut bei der Fütterung der Jungen beobachten. Die Bruthöhlen sind nicht direkt einsehbar. Doch sie landen immer vorher auf Ästen von Bäumen  oder Büschen ( Sitzwarten).  Oft geben ein wenig an mit der Beute oder bereiten sie fachgerecht für den Nachwuchs vor: sie wird mit hörbaren Schlägen gegen die Äste gehauen um die Giftdrüse des Stachels zu entleeren. Bzw. die Beute wird getötet und durchgeknetet. Es gab Hornissenglasflügler, Schmetterlinge, Hummeln, Wepsen, Bienen, Grashüpfer und andere Insekten. Die Beute wurde verfüttert und selten selbst gefressen.

Die Beute fangen die Bienenfresser im Flug. Dafür fliegen sie hoch oder eben auch ganz tief über den Boden und erwischen die verschiedensten  Insekten. Einen Teil der Beute zeige ich hier auf meinen Fotos. Selbst Großlibellen fangen sie.

Zusätzlich konnten wir Rehe, Hasen, einen Ästling einer Waldohreule sowie andere Vögel entdecken. Dem Ästling der Waldohreule ging es gut. Er wird am Boden weiter von den Altvögeln gefüttert. Die Altvögel konnten wir im dichten Blattwerk leider nicht ausmachen. Doch wir hörten einen in der Nacht.

Der Ausflug war wunderschön. Ich hoffe auch im nächsten Jahr haben wir wieder die Möglichkeit.

Letztes Jahr haben leider die Corona Maßnahmen für einen Ausfall gesorgt.

 

Falls Sie Interesse an meinen Bildern haben, können Sie sich gerne an mich wenden.

Dann unterbreite ich Ihnen ein Angebot.

Hier nun eine Auswahl der Motive von Ende Juli/ Anfang August 2021:

Feldhase (Lepus europaeus)

Blaukehlchen (Luscinia svecica)

Bienenfresser ( Merops apiaster)

Waldohreule (Asio otus)

Reh (Capreolus capreolus)

Wendehals (Jynx torquilla)