Neues aus „Froschhausen“ – Oberlausitz

Der Sommer geht nun langsam in den Herbst über.

Die Amphiben und Reptilien nutzen nun noch die restlichen warmen Tage, bevor sie sich in ihr Winterquartier zurück ziehen.

So  auch am 15.09.2026 :

Spannendes aus Froschhausen!
Es war ein milder Spätsommertag.
Ganz Froschhausen war auf den Beinen, alle wollten noch einmal die spätsommerliche Sonne genießen!
Die Sonnenterrasse war aber schon überfüllt. Es wurde gedrängelt, gestapelt und doch entspannt.
Doch auf einmal wurde es unruhig.
Eine Ringelnatter ( Natrix natrix) schwamm und tauchte flink und gewandt durchs Wasser. Ein Prachtexemplar! Sie wand sich um Äste, züngelte, tauchte ab, schlich sich an und schoß auf den Ast zu, wo die vielen Bewohner saßen.
Diese sprangen im Stress davon! Doch da hatten sie noch Glück!
Es hatte keinen erwischt.
Einer versuchte sich gleich mal zu tarnen. Ob es was bringt?
Doch die hungrige Ringelnatter gab noch nicht auf! Auf einmal tauchte sie aus dem dem Wasser auf! Mit einem Frosch im Maul. An völlig unverhoffter Stelle.
Ein paar Fotos ( Dokus) gelangen mir noch mit der Kamera auf dem Stativ. Zu wild darf man da nicht reagieren, sonst dreht die Ringelnatter gleich ab.
Während sich die Lage bei den Fröschen wieder leicht beruhigte, schwamm die im Wasser sehr gewandte Ringelnatter zielstrebig und schnell Richtung Ufer. Leider ins ganz tiefe Unterholz. Das Opfer quiekte erbärmlich. Dadurch verriet die Ringelnatter ihren Platz. Zu meinem Glück konnte ich mit dem Tele durch das Geäst fotografieren. Dazu musste ich die Kamera vom Stativ nehmen und freihand ins Unterholz fokussieren.
Den Frosch fing sie um 14:21 Uhr – verschlungen war der Frosch um14:24 Uhr! Ich suchte mir extra die Daten raus. So schnell habe ich noch nie die Beute im Schlund einer Ringelnatter verschwinden sehen!
Nun braucht sie erst einmal einige Tage nichts zu fressen. Von dieser drohte momentan keine Gefahr mehr. Doch an so einer beutereichen Stelle lässt die nächste Ringelnatter nicht lange auf sich warten.
Das nächste Exemplar war etwas kleiner, aber nicht weniger wendig und flink. Sie „pflückte“ sich einen Frosch aus einem welken Ast im Wasser. Darauf saßen die Wasserfrösche wie Laubfrösche.
Der Frosch hatte keine Chance und wurde auch umgehend und sehr zügig zum Ufer gebracht. Da hatte ich keine Gelegenheit im Gestrüpp zu fotografieren.
Die Frösche waren aufgeregt, beruhigten sich wieder und begaben sich wieder zum Sonnenbad. Einer schien zu sagen.. habt ihrs schon gehört… den Onkel hat´s erwischt…
Sobald es allgemein kälter wird, begeben sich die Amphibien zur Winterruhe ( Winterstarre) Da Frösche keine starken Lungen haben, atmen sie über die Haut und können so im Winter auch am Teichgrund überleben. Die Sauerstoffaufnahme erfolgt über ihre Haut.
Ebenfalls wie die Ringelnattern, die in Winterstarre fallen.
Sie gehören zu den wechselwarmen Tieren, das heißt, sie passen sich der Umgebungstemperatur an.
Dann heißt es warten bis zum nächsten Jahr bis die Amphibien, Reptilien usw. aus der Winterstarre erwachen.
Für mich war das ein total tolles Erlebnis. Allein schon die vielen Frösche auf den Ästen im Wasser! Mein Standpunkt zum Fotografieren war nicht ganz optimal, da überall Äste im Wege waren, doch war es ein sehr besonderer Anblick. Man muss einfach das BESTE draus machen.
Wildlife, Oberlausitz,
15.09.2026
Es waren um die 20°, in der Sonne kam es mir wärmer vor.
Ein etwas längerer Beitrag… doch so kann man sich richtig hineinversetzen.
Am Morgen hörte ich an einem anderen Gewässer auch noch Laubfrösche!

Wenn der Herbst in den Winter übergeht

Der Wechsel der Jahreszeiten ist nicht zu übersehen. Das bunte Herbstlaub ist schon längst gefallen. Die Natur bereitet sich auf den Winter vor.  Verschiedene Motive konnte ich wieder in der Oberlausitz fotografieren. Ich war im Wasser – für Langzeitbelichtungen – ,  ich war im Wald für Makromotive wie Schleimpilze und ich war am Wasser um Wasservögel und Co. zu beobachten. Zum Glück sah ich noch keine verendeten oder kranken  Vögel, die an der hochansteckenden Vogelgrippe erkrankt sind.

Es gab zwischenzeitlich den Supervollmond, tolle Sonnenaufgänge, frostige Nächte mit – 10° Celsius. Ganz schön knackig, die Gewässer frieren zu.

Ich sah  Damwild ( Dama dama) , Wasservögel wie Enten, Gänse, Schwäne, Silberreiher, Graureiher, Kormorane, Gänsesäger… Die Natur ist so vielfältig. Ich komme garnicht überall hin wo ich fotografieren möchte. Es gibt immer so viel zu entdecken.Besonders schön war die Begegung mit einem Fuchs auf dem Eis nach der sehr frostigen Nacht zum  23.11.2025. Er saß auf dem Eis und schien zu überlegen „Laufe ich rüber oder nicht?“  Die Sonne war gerade am Aufgehen, das Schilf noch leicht bereift. – 10 Grad waren schon ganz schön frisch. Doch in seinem schicken Winterfell wird er wohl nicht gefroren haben. Er entschied sich dagegen und trollte sich ins Schilf. Später sah ich an anderer Stelle noch einen Fuchs auf Nahrungssuche.

Die Eisvögel brauchen auch jeden Tag Fisch, auch wenn sich mal einer vertut und als Laubsammler unterwegs war!  Er bemerkte seinen Irrtum schnell. Fisch fing er dennoch.

Und ein großer Niedlichkeitsfaktor sind immer wieder Eichhörnchen! Ich saß im Wald und fotografierte winzige Schleimpilze, als ich einen Zaunkönig hörte und sah. Also nahm ich noch mein Tele und fotografierte ihn bei der Futtersuche in einem Reisighaufen. Auf einmal wuselte etwas unten herum. Ich sah nur einen weißen Latz und hoffte mal auf einen Baummarder. Doch es war ein niedliches Eichhörnchen, wohlgenährt und kuschelig im Fell! Darüber freute ich mich natürlich auch sehr!

Auch fand ich erstmalig überhaupt den gestreiften Teuerling!  Das ist ein kleiner Pilz, der ca. 1,5 cm hoch wird und auf Totholz lebt. Interessant sind die Sporenpakete! Es liegen bis zu 16 solcher kleinen, linsenförmigen Pakete in den kleinen „Bechern“, die wie Würfelbecher aussehen! Schwierig war es, sie so tief am Boden zu fotografieren. Aber sehr interessant! Fällt ein Regentropfen auf die Sporen, verteilen sich diese!  Nun hoffe ich im nächsten Jahr, das sie sich vermehrt haben und ich dann noch geschlossene Exemplare finde.

 

Vorankündigung: Das nächste Jahr wird spannend! Es sind u. A. Ausstellungen geplant! Eine große Ehre für mich. Lassen Sie sich überraschen!  Ich werde zeitnah darüber berichten!

Und es gab einen schönen Bericht in der SZ Löbau über mich als Polarlicht-Jägerin! Danke an Frau Thomas von der Sächsischen Zeitung.

Am letzten Wochenende gewann ich den 1. Platz bei einem Fotowettbewerb im Amt Neuhaus. Ich ahnte nichts und war leider nicht vor Ort. Doch meine Schwester nahm für mich den Preis in Empfang! Dankeschön dafür!

Es gibt Naturkalender, Makrokalender und einen Schönbachkalender  mit Polarlichtbildern aus Schönbach.  Schauen Sie sich im Shop um!  Gerne können Sie auch per PN an [email protected] bestellen. Paypal oder Überweisung sind möglich. Ich gestalte gegen Mehrpreis auch Wunschkalender! Eine zufriedene Kundin ist schon sehr begeistert.

Begleiten Sie mich nun auf eine kleine, fotografische Pirsch durch die schöne Oberlausitz.