Bienenfresser ( Merops apiaster) – Im Land der bunten Paradiesvögel

Welch eine Freude, diese hübschen Vögel bei uns zu beobachten.

Auch wenn sie viele, viele Insekten im Flug erbeuten.

Großinsekten sah ich kaum in deren Schnabel. Meistens kleine Fliegen, Bienen usw.

Es gibt halt wenig Insekten! Da kann man nur hoffen, das sie ihre Brut später auch satt bekommen.

Zur Zeit sah ich sie noch bei der Balz. Manche scheinen aber schon zu brüten.

Die Bienenfresser  haben eine Körperlänge von 25 bis 29 cm und eine Flügelspannweite von 36 bis 40 cm. Sie sind sehr elegante Flieger. Sie jagen Fluginsekten wie Bienen, Wespen, Hummeln, Hornissen, Schmetterlinge, Käfer, Libellen… Nach dem Fang wird die Beute oft zu einer Sitzwarte gebracht und dort gegen die Unterlage getötet und durchgeknetet. Giftdrüsen und Stachel werden so bei den Stechinsekten entleert. Danach wird die Beute gefressen oder verfüttert.

Sie sind Kolonienbrüter. Sie lieben die Wärme.

Nachdem es nur noch wenige Brutpaare in Deutschland gab, haben sie sich jetzt wieder recht stark vermehrt.

Ich werde sie weiter beobachten. Die fröhlichen Rufe der Bienenfresser höre ich sehr gerne. Sie sind Zugvögel.. und im August werden sie uns schon wieder verlassen.

Hier nun einige Bilder der Bienenfresser und deren Begleitvögeln, die auch in deren Habitat leben und brüten.

Wildlife, Mai 2026, Oberlausitz

Bienenfresser

Bluthänfling

Neuntöter

Rauchschwalbe

Faszination Eisvögel – (Alcedo atthis)

Eisvögel (Alcedo atthis) kann ich sehr häufig in der Oberlausitz  beobachten. Oft sieht man die kleinen Vögel, die etwas größer als ein Sperling sind, flach über die Gewässer fliegen. Sie fliegen schnell und gradlinig.  Durch ihre kobaltblaue Färbung sind sie gut getarnt. Zum Fotografieren sollte man gut getarnt sein und sich sehr ruhig verhalten. Eisvögel sind sehr „misstrauisch“.

Die hübschen, fliegenden Edelsteine sind gute Indikatoren für eine  gute Wasserqualität. Doch ihr Lebensraum wird immer mehr bedroht.

Eisvögel stehen in Deutschland auf der Vorwarnliste.  Sie brüten an langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit einem ausreichenden Angebot an Kleinfischen und ausreichend Sitzwarten von denen sie ins Wasser stürzen und mit ihrem  dolchartigen Schnabel meist kleine Fische erbeuten. Auch stehen sie manchmal im Rüttelflug über dem Wasser und stürzen dann ins Wasser. Nicht jeder Tauchgang ist erfolgreich. Den typischen Ruf der Eisvögel hört man oft, wenn sie über das Wasser geflogen kommen.

Seine Hauptbeute besteht aus kleinen Süßwasserfischen. Dazu Insekten, Kaulquappen und kleine Frösche.  Auch Molche, kleine Krebse und Mollusken stehen auf seinem Speiseplan.

Wie ein Pfeil stößt ein Eisvogel kopfüber ins Wasser. Nach dem Auftauchen fliegt er mit seiner Beute auf eine Sitzwarte und betäubt oder tötet die Beute mit Schlägen auf den Ast. Manchmal wirft er die Beute auch in die Luft zum wenden, wie man auf einem meiner Fotos sehen kann. Solche Aufnahmen sieht man nicht so häufig.

Die Eisvögel brüten in Nisthöhlen an Steilufern von Gewässern. Frühestens Anfang März legt das Weibchen ihre 6-7 weißen, glänzenden Eier. Die Jungen schlüpfen nach 18 – 21 Tage. Dann werden sie noch 23 – 27  Tage von den Eltern gehudert. Die Eisvögel haben üblicherweise 2 Jahresbruten.

Nun einige Fotos  und ein sehr eindrucksvolles Video in Slow Motion,  wie ein  Eisvogel seine Beute betäubt und verschlingt

Viele Stunden habe ich mehrere Tage an den Fischteichen in der Oberlausitz verbracht. In dieser Zeit hat ein Altvogel seine Nachkommen aus seinem Revier vertrieben.

 

Die Musikuntermalung stammt von freesound, , klankbeeld, , https://freesound.org/people/klankbeeld/sounds/52438/