Faszination Eisvögel – (Alcedo atthis)

Eisvögel (Alcedo atthis) kann ich sehr häufig in der Oberlausitz  beobachten. Oft sieht man die kleinen Vögel, die etwas größer als ein Sperling sind, flach über die Gewässer fliegen. Sie fliegen schnell und gradlinig.  Durch ihre kobaltblaue Färbung sind sie gut getarnt. Zum Fotografieren sollte man gut getarnt sein und sich sehr ruhig verhalten. Eisvögel sind sehr „misstrauisch“.

Die hübschen, fliegenden Edelsteine sind gute Indikatoren für eine  gute Wasserqualität. Doch ihr Lebensraum wird immer mehr bedroht.

Eisvögel stehen in Deutschland auf der Vorwarnliste.  Sie brüten an langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit einem ausreichenden Angebot an Kleinfischen und ausreichend Sitzwarten von denen sie ins Wasser stürzen und mit ihrem  dolchartigen Schnabel meist kleine Fische erbeuten. Auch stehen sie manchmal im Rüttelflug über dem Wasser und stürzen dann ins Wasser. Nicht jeder Tauchgang ist erfolgreich. Den typischen Ruf der Eisvögel hört man oft, wenn sie über das Wasser geflogen kommen.

Seine Hauptbeute besteht aus kleinen Süßwasserfischen. Dazu Insekten, Kaulquappen und kleine Frösche.  Auch Molche, kleine Krebse und Mollusken stehen auf seinem Speiseplan.

Wie ein Pfeil stößt ein Eisvogel kopfüber ins Wasser. Nach dem Auftauchen fliegt er mit seiner Beute auf eine Sitzwarte und betäubt oder tötet die Beute mit Schlägen auf den Ast. Manchmal wirft er die Beute auch in die Luft zum wenden, wie man auf einem meiner Fotos sehen kann. Solche Aufnahmen sieht man nicht so häufig.

Die Eisvögel brüten in Nisthöhlen an Steilufern von Gewässern. Frühestens Anfang März legt das Weibchen ihre 6-7 weißen, glänzenden Eier. Die Jungen schlüpfen nach 18 – 21 Tage. Dann werden sie noch 23 – 27  Tage von den Eltern gehudert. Die Eisvögel haben üblicherweise 2 Jahresbruten.

Nun einige Fotos  und ein sehr eindrucksvolles Video in Slow Motion,  wie ein  Eisvogel seine Beute betäubt und verschlingt

Viele Stunden habe ich mehrere Tage an den Fischteichen in der Oberlausitz verbracht. In dieser Zeit hat ein Altvogel seine Nachkommen aus seinem Revier vertrieben.

 

Die Musikuntermalung stammt von freesound, , klankbeeld, , https://freesound.org/people/klankbeeld/sounds/52438/

 

 

 

 

Jäger der Nacht : Waldohreulen (Asio otus) – Wildlife, Oberlausitz 2020

Ich bin sehr stolz:

In eigener Sache: Meine erste eigene, große und öffentliche Ausstellung mit knapp 20 großformatigen Bildern ( Rahmen 80 x 60 cm) ist fertig! Die Bilder hängen und warten angeschaut zu werden!

Eine öffentliche Bekanntmachung mit Details  folgt sobald es die Corona – Einschränkungen wieder erlauben! 

Die Bilder zeigen einen kleinen Querschnitt meiner fotografischen Werke. 

 

Es war eine große Freude für mich, ein Paar Waldohreulen  (Asio otus) mit ihren 3 Ästlingen ein paar Tage zu beobachten. Sie hatten das Nest schon verlassen und ruhten oder krochen in den verschiedenen Bäumen herum. Absolut wildlife, keine Beringung usw. Wenn sie das Nest verlassen werden sie Ästlinge genannt.  Als Nester werden Elstern-  oder Krähennester verwendet. Ein Gelege besteht meist aus 4 – 6 Eiern. Die Jungen sind oft Beute von Uhus, Mardern und auch Bussarden.

Die Brut dauert 27 -28 Tage. Danach werden sie ein paar Tage intensiv gehudert. Wenn die Nestlinge älter als 14 Tage sind, wacht das Weibchen in Nestnähe oder am Nestrand. Wenn sie hoch oben in den Bäumen sitzen, beteiligen sich beide Elterntiere bei der Fütterung. Nach 10 Wochen können die Jungen selbstständig Mäuse jagen.

Leicht sind sie nicht zu entdecken. Die Färbung des Gefieders dient der Tarnung; ruhende Vögel im Geäst sind kaum zu entdecken. Ein Alttier ist immer in der Nähe und passt auf, blinzelt manchmal oder putzt sich intensiv das Gefieder.  Ansonsten wird am Tage geruht und in der Dämmerung und in der Nacht gejagt.

Aufnahmen von Mai/ Juni 2020, wildlife, Oberlausitz.

Die Waldohreule ( Asio otus) ist ein Vogel der zu den eigentlichen Eulen gehört. Sie ist eine der häufigsten Eulen in Mitteleuropa.

Gerne brüten sie  am Waldrand in Nadelbäumen, da diese ausreichend Schutz bieten.

Die Hauptbeute besteht aus Mäusen, die sie als Ansitzjäger erbeuten. Sie jagen 5 -6 Stunden in der Nacht mit einer längeren Pause bis weit nach Mitternacht . Dann jagen sie bis in die Morgendämmerung hinein.

Die Jungvögel werden Ästlinge genannt. Sie werden auch nach dem Verlassen des Nestes noch ein paar Wochen mit Futter versorgt. Gut getarnt sitzen sie am Tage ruhig in den Bäumen.

Die Waldohreule frisst auch Insekten, die sie direkt vom Boden aus erbeutet. Für Maikäfer ( die ich schon lange nicht mehr sah) , kriechen sie geschickt durch die Büsche.

 

Hier nun eine kleine Auswahl meiner Bilder:

Waldohreule – Asio otus

Alttier

Ästlinge

 

Vorschau:  seltener Ortolan