Erste Motive im Januar

Das Fotojahr 2018 startet schleppend, doch endlich gab es mal wieder einen schönen Sonnenaufgang.  Und vor ein paar Tagen konnte ich endlich mal wieder Birkenzeisige im Dorf bei schlechtem Licht fotografieren. Die Fichtenkreuzschnäbel sehe ich auch oft und ebenfalls  viele Zapfenbäume, die sie im Dorf schon leer gefressen haben.  Manch einer wundert sich bestimmt, wieso alle Zapfen unter dem Baum liegen, das waren  überwiegend die Fichtenkreuzschnäbel, die im Trupp auf den Bäumen sitzen und die Zapfen knacken. Am 14.01.18 sah ich einen kleinen Schwarm von ca. 30 Stück in einer Lärche sitzen. Fotos sind schwierig, sie sind recht scheu.

Die Birkenzeisige saßen mit Goldammern und Grünfinken am Wegesrand und fraßen die Samen von Brennnesseln und auch vom Beifuß. Die Birkenzeisige (Carduelis flammea, teilweise auch Acanthis flammea) sind auch als Leinfinken  bekannt geworden. Sie gehören zu den Singvögeln aus der Gattung der Zeisige (Carduelis) und der Familie der Finken (Fringillidae)

Da ich wegen dem strammen Wind keine Seifenblasen fotografieren konnte, habe ich versucht Eiskristalle an meiner Autoscheibe mit der aufgegangenen Sonne im Hintergrund zu fotografieren. Echt eine spannende Sache. Die Sonne stieg sehr schnell hoch.  Ich übe da noch mal weiter, wenn es wieder Eisblumen bei klarem Wetter gibt.

Hier nun eine kleine Auswahl der Bilder.

 

Zigeunervögel – Fichtenkreuzschnäbel (Loxia curvirostra) –

Man kann zwar noch  nicht von einer Invasion reden, doch lassen sich zur Zeit sehr viel mehr Fichtenkreuzschnäbel beobachten als in den letzten Jahren.

Zuletzt soll es im Jahr 2013 so einen massiven Einflug in Deutschland gegeben haben.  Die Fichtenkreuzschnäbel kommen jedes Jahr sehr unregelmäßig und unbeständig nach Deutschland. Nur alle paar Jahre kommt es zu größeren Invasionen von nördlicher und östlicher Population. Dieses Jahr ist es wohl soweit! Ich hoffe, es kommen auch noch Kiefernkreuzschnäbel und Bindenkreuzschnäbel dazu.

Die Fichtenkreuzschnäbel werden 16 – 18 cm groß. Sie haben eine gedrungene Gestalt. Deren Schwanz ist tief gegabelt. Man kann sie gut erkennen, wenn sie ganz oben auf den Bäumen sitzen. Die Männchen sind oft prächtig rötlich oder ziegelrot gefärbt. Sie leben in Nadelwaldgebieten , sie kommen aber auch in Parkanlagen und Gärten mit Nadelbäumen vor. Der Schnabel ist ihrer Nahrungsaufnahme angepasst. Der Schnabel ist gekreuzt. Damit können sie geschickt die Samen von Tannen, Kiefern und Lärchen fressen. Die Lebensdauer beträgt ca. 6 Jahre.

Es ist lustig anzuschauen, wenn sie im Trupp fressen… da fallen nur so die Zapfen herunter. Entweder weil sie leer sind, oder weil sie ungeschickt waren. Oft knipsen sie diese von den Ästen ab und tragen sie zu einem anderen, stabileren Ast oder gar auf die Spitze eines Baumes. Geschickt wird der Zapfen mit den Krallen fest gehalten und mit dem Schnabel geleert.

Sie brüten in der Zeit von Dezember bis Mai. Ich konnte am 29.11.17 beobachten, wie ein Männchen einem Weibchen so von Schnabel zu Schnabel einen Samen gab!  Ich hoffe, sie brüten auch hier. Vor Jahren sah ich einen jungen Fichtenkreuzschnabel.

Die Jungen bekommen neben Insekten auch Nadelholzsamen. Fichtenkreuzschnäbel verhalten sich sehr unauffällig, man kann sie manchmal kaum erkennen, wenn sie in den Zapfen hängen. Der geübte Blick hilft aber dabei, sie zu entdecken.

Ordnung : Sperlingsvögel

Unterordnung : Singvögel

Familie:  Finken

Unterfamilie : Stieglitzartige

Gattung : Kreuzschnäbel

Art: Fichtenkreuzschnabel.

Nun erst mal die aktuellsten Bilder von den Fichtenkreuzschnäbeln. Sollten noch gelungene dazu kommen, werde ich diesen Beitrag immer mehr erweitern.

Diese besonderen Vögel verdienen einen Extrabeitrag.