Es ist wieder leise an den Teichen… die Hirschbrunft 2026 ist vorbei

Motive im Herbst!
Sehr begehrte Motive im Herbst!
Es war Brunftzeit bei den Rothirschen (Cervus elaphus)
Die Paarungszeit beginnt Anfang September und dauert 5 – 6 Wochen.
Rothirsche können sehr gut riechen. Sie können Menschen aus ein paar hundert Metern wittern. Potentielle Feinde werden vom Rothirsch häufig in einem weiten Kreis umgangen, bis der Wind aus deren Richtung weht.Das las ich bei Wikipedia. Ich denke schon, das die Hirsche mich wahrgenommen haben. Doch wahrscheinlich ging keine Gefahr von mir aus.
Nun ist es wieder ruhig im Brunftgebiet.
Doch es war ein tolles Herbstspektakel!
Rothirschbrunft , Wildlife 2026 , Oberlausitz
Wenn die Hormone verrückt spielen…
Es ist immer wieder ein sehr spannendes Naturerlebnis. Das laute röhren im Schilf ist sehr beeindruckend!  Der Platzhirsch bewacht seinen Harem. Die Nebenbuhler und Spießer haben keine Chance. Eine anstrengende Zeit für Hirsche und Kühe.
So manches Mal hörte ich es im Schilf platschen. Oftmals kam ein Hirsch heraus und wurde vom Platzhirsch  vertrieben.
Es ist besonders spannend, wenn man auch aus der Entfernung  dabei sein kann. Mit Tarnung selbstverständlich. So manche Nacht war sehr kurz, damit ich recht früh am Platz des Geschehens sein konnte.
Auch blieb ich bis zum Abend dort. Nach ihrer Pause am Tage ging die Wanderung durchs Schilf wieder los.
Manchmal bot sich die Gelegenheit für Fotos. Doch vieles geschah auch heimlich im Schilf.
Viele Stunden warten haben sich dennoch  fotografisch gelohnt. Allein das Erlebnis an sich ist einfach unvergesslich schön! Die Hirsche röhren, platschen durchs Wasser. Die Hirschkühe schleichen sich durchs Schilf…Die Hirschbrunft ist etwas besonderes im Herbst.

Noch längst sind nicht alle Fotos und Videos bearbeitet 🙂 Die Nächte waren immer zu kurz, wenn früh am Morgen schon wieder der Wecker für die nächste Fotosafari klingelte.

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und hoffe, die Hirsche sind dann noch zugegen und wurden nicht bejagt.

Hier nun eine kleine Auswahl meiner bearbeiteten Bilder.

Alle anderen Motive mussten nun erst einmal warten 🙂

Alle meine Bilder können käuflich erworben werden.  Gerne unterbreite ich Ihnen ein Angebot!

Wenn die Unken unken… Rotbauchunken (Bombina bombina)

Im Reich der Rotbauchunken (Bombina bombina). Sie gehören zu den Froschlurchen.

Wenn es wärmer wird und die Wassertemperaturen steigen, hält es  die Rotbauchunken (Bombina bombina) nicht mehr in ihren Winterverstecken an Land.

Bereits Ende März habe ich viel Zeit bei den Rotbauchunken verbracht.

Sie begeben sich in ihre Laichgewässer. Die Männchen fangen an zu unken. Die Tonfrequenz ist ein sehr melodischer Ton für unsere Ohren.

Wenn man diese kleinen Unken erst einmal gehört hat, möchte man sie auch sehen! Viele können den Ton nicht zuordnen und denken an einen Vogel.

Hier nur ein paar ausgewählte  Infos über die interessanten Unken.

Sie sind recht klein, unter 5 cm groß. Nur wenn die Männchen sich zum Unken aufblähen sind sie größer. Aber man findet sie nicht so einfach. Sie sind erstaunlich gut getarnt durch ihre dunkle obere Färbung. So sind sie an die bevorzugten stehenden Gewässer angepasst.  Sie tauchen auch gerne schnell wieder ab, wenn sie sich beobachtet fühlen.
Die Männchen verteidigen ihr Revier im Bereich von 1-2 Metern gegen andere Männchen. Es war spannend das zu beobachten. Gegenseitig versuchten sie sich unter Wasser zu drücken, blähen sich mächtig dabei auf und ringen wie kleine Sumoringer! Selten sieht man das auf Fotos!

Der Ruf der Unken ist sehr angenehm. Die Ruffrequenz und Dauer hängt u.A.  von der Wassertemperatur , dem Sonnenstand und der Jahreszeit ab. Manchmal unken sie mehr am Morgen, manchmal am Abend und Tagsüber.

Mehrfach die Minute unken sie und bekommen Antwort von anderen Männchen.Der Unkenruf entsteht bei den Rotbauchunken beim Einatmen, während der Schall bei anderen Lurchen beim Ausatmen entsteht.
Die Weibchen waren wohl noch Mangelware, so das die Männchen auch Frösche ansprangen. Auch wenn sie keinen Erfolg hatten, was sie manchmal erst recht spät bemerkten.
Auf ihrer Unterseite tragen sie auffällig bunte (Warn-) Farben als Muster, die potenzielle Fressfeinde abschrecken soll. Vorsicht, giftig! Ihre Fressfeinde sind zum  Beispiel Ringelnattern, Schwarzstörche, Weißstörche.
Ich konnte allerdings  schon einmal einen Frosch (Hybridfrosch)  beobachten, der eine Rotbauchunke fraß. Siehe beigefügtes Foto aus April 2014! Das ist auch sehr selten zu beobachten.
Ihre Nahrung sind Insekten und deren Larven. Zum Beispiel Mückenlarven. Die Zunge können sie nicht ausstrecken. Sie schnappen also einfach nach ihrer Beute.
Die Männchen der Rotbauchunken haben innere und kehlständige Schallblasen, die anderen Unkenarten fehlen.
Die Kaulquappen der Rotbauchunken haben oben zwei helle Längsstreifen. Im freien Wasser schwimmen sie nicht viel herum. Sie halten sich lieber zwischen den Wasserpflanzen auf. Die Größe der Kaulquappen entspricht der Größe der Unken. Anders als bei den Knoblauchkröten, wo die Kaulquappen ( Larven) riesig werden.
Die Aufnahmen entstanden wildlife in der schönen  Oberlausitz, Ende März 2024 , Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Danach wurde  es wieder kälter und es ergaben sich noch keine neuen Beobachtungen.
Hier nun einige Bilder der beiden Tage, sowie das Dokubild aus dem Jahr 2014. Es sind viele Revierverteidigungsfotos dabei, da ich das noch nie vorher so fotografisch festhalten konnte.
Rote Liste Bundesrepublik Deutschland: 2 – stark gefährdet