Traummotiv! Wiedehopf (Upupa epops)

Seit drei Jahren bin ich meinem Wunschmotiv schon auf den Fersen…( Flügeln). Immer wieder sah ich ihn, konnte aber nie zufrieden stellende Aufnahmen machen.

Doch in diesem Jahr hat es endlich geklappt.

Mit sehr guter Tarnung und viel Geduld gelangen mir Fotos der brütenden Wiedehopfe. Nicht jedes Mal hatte ich optimales Licht.

Der Wiedehopf (Upupa epops) ist stark gefährdet.  Leider wird der Verlust seines Lebensraumes immer mehr zu einer Gefahr für ihn. Die geeigneten Bruthöhlen an Bäumen ( alte Spechthöhlen, morsche Bäume )  und  Nischen an Gebäuden gehen verloren. Doch am schlimmsten sind die Pestizide, die alle Insekten und deren Larven vernichten oder vergiften. Doch das bestrifft ja auch viele andere Insektenfresser. Leider sieht man auch immer weniger Schmetterlinge und andere Insekten. Ich hoffe, sie finden hier immer genug Nahrung, dass sie auch in den nächsten Jahren wieder zum Brüten hierher kommen! Es sind Zugvögel.

Der Wiedehopf sieht mit seiner Kopfhaube sehr exotisch aus. Besonders fällt sein langer, gebogener Schnabel ( wie eine gebogene Pinzette ) auf,  mit denen er gut im Boden stochern kann. Auch Grillen, bevorzug Maulwurfsgrillen,  kann er so sehr gut erbeuten.  Die Federn seines Gefieders sind orange-bräunlich. Seine Schwingen ( Flügel) sind kontrastreich schwarz-weiß gebändert und wirken im Fluge überbreit. Die Männchen und Weibchen sind sich sehr ähnlich. Die Weibchen sind meist etwas matter gefärbt, was ich bestätigen kann.

Die  Wiedehopfe  bevorzugen offene, warmtrockene Landschaften mit kurzer, schütterer Pflanzendecke, wo sie gut am Boden jagen können. Auch benötigen sie Bruthöhlen wie z.B. alte, morsche ausgehöhlte Bäume.

Wenn sie diese nicht finden, nehmen sie auch Nisthilfen an. Die Ernährung der Wiedehopfe besteht aus Grillen, Käfern, Engerlingen, Schmetterlingsraupen… viele andere Insekten. Auch frisst er Eidechsen und Frösche. Ich sah sie allerdings bisher nur mit Grillen und Larven für den Nachwuchs. Auf einem Foto allerdings sah es so aus, als ob der weibliche Wiedehopf ein Eidechsenei brachte. Das Foto wird hier gelegentlich noch eingefügt.

Das Weibchen legt 5 – 8 Eier. Die Brutzeit beträgt ca. 16 Tage. Nach circa 23 – 25 Tagen verlassen die Jungen nach dem Schlupf  das Nest.

Der markante Gesang hup-hup- hup ist gut zu hören und erkennen.

Am 31.05.2016 stand der Ausflug der Wiedehopfe unmittelbar bevor.

Auch erschien ein toller Artikel am Dienstag, 31.05.2016 in der Lüneburger Landeszeitung ( Printausgabe) über die Wiedehopfe.Mit freundlicher Genehmigung der Landeszeitung darf ich ihn veröffentlichen, siehe Publitkationen.

Hier nun ein paar Bilder, die mir persönlich sehr gut gefallen. Nun habe ich auch einen neuen Ordner in der Bildergalerie mit den Wiedehopfen erstellt. https://gallery.wiesensafari.de/#42

 

Nun erschien am 12.06.2016 auch ein Artikel in der Morgenpost Dresden über mein Erlebnis mit den Wiedehopfen. Darüber freue ich mich sehr.

Maikinder und andere Motive

Frohe Pfingsten wünsche ich allen Besuchern meiner Seite!

 

Nun ist es schon Mai…die Zeit verfliegt….überall wird in der Natur der Nachwuchs gefüttert. Die erste Brut der Wasseramseln ist auch schon flügge. Doch dort ist es nun recht schattig durch die vielen belaubten Bäume.

Die Stare – Sturnus vulgaris, sind sehr fleißig, wie ich beobachten konnte. Viele Stare nutzen alte Spechthöhlen z.B. an Obstbäumen als Nisthöhlen, da sie nicht in der Lage sind, selbst Höhlen zu zimmern. Aber auch Nistkästen werden nicht abgelehnt. Und meine speziellen Freunde, die Schwarzkehlchen – Saxicola rubicola – haben alle Schnäbel voll zu tun. Auch hier ist das Ausfliegen der ersten Brut schon sehr nah. Da genieße ich jeden Moment um zu beobachten was die Altvögel alles an Nahrung herbei schaffen.

Die Stare bringen Großlieferungen für die hungrigen Schnäbel in der Bruthöhle. Da kann auch schon mal ein sehr langer Wurm dabei sein! Ein köstlicher Anblick, wie der junge Star einen kurzen Moment mit dem Futter kämpfte.

Andere Vögel sind erst seit Anfang Mai aus dem Süden zurück. Da ist die Balz und der Nestbau noch voll im Gange. Die Neuntöter konnte ich schon zahlreich beobachten. Sie sitzen oft auf hohen Ansitzen zum Beutefang und auch zum Singen.  Der Neuntöter (Lanius collurio) gehört zur Familie der Würger.

Einen Kiebitz konnte ich auf einem Feld mit einer Wasserlache entdecken und fotografieren. Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist eine monotypische Vogelart aus der Familie der Regenpfeifer. Er schaut aus wie ein kleiner Paradiesvogel mit dem schillernden Gefieder und den langen Federn auf dem Kopf.

Selbst die  wilden Mufflons konnte ich Ende April schon mit ihren niedlichen Lämmchen beobachten.Davon gab es sogar ein Foto in der SZ – Löbau am 10.05.2016.

Zur Zeit weiß man fast gar nicht, wo man zuerst schauen soll…überall ist ein reges Treiben zu beobachten. Die Natur ist nun voll erwacht und erfreut mich immer wieder.

Das Wetter war bisher recht gut mit viel Sonnenschein, aber leider auch mit sehr kräftigem Wind. Das erschwert noch die Makrofotografie. Aber einen  Dünen – Sandlaufkäfer konnte ich schon fotografieren, in Bodenlage. Wer mehr Sand im Gesicht hatte, weiß ich nicht… doch über das Foto freue ich mich sehr. Auf  dem Fotoausflug in die Heide hatte ich Glück,  und konnte endlich einmal wieder eine Ringelnatter fotografieren.

Die richtige Makrofotografiezeit  wird noch kommen. Einige Falter sah ich neben denen die überwintert haben, schon flattern. Auch Ritterfalter, zu denen die Schwalbenschwänze und Segelfalter gehören. Sie flatterten in einem  neuem Fotorevier, das ich noch ausgiebig erkunden werde.