Große Schwärmerei

Seit Jahren suche ich die schicken Raupen der Schwärmer, Nachtfalter. Oft steht in den Büchern… sie sind häufig, nur fand ich sie immer nur vereinzelt.

Auch dieses Jahr fand ich bisher nur 2 Schwärmer – Raupen.

Eine halbstarke Raupe vom Mittleren Weinschwärmer. Sie ist noch grün gefärbt und somit noch im jüngeren Stadium. Sie saß am schmalblättrigen Weidenröschen.

Der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Schwärmer (Sphingidae).Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 45 bis 60 Millimetern und somit recht groß. Die Vorderflügel sind olivgrün gefärbt bei denen der Flügelvorderrand dünn pink gefärbt ist.  In jüngeren Stadien sind die Raupen grün, in späteren Stadien wechseln sie ihre Farbe zu Braun bis sie kurz vor der Verpuppung braunschwarz sind. Der kleine, eher unauffällige Kopf wird bei Gefahr gemeinsam mit den Thoraxsegmenten in das erste und zweite Hinterleibssegment eingezogen. Diese sind verdickt und haben auf jeder Seite zwei deutlich hervortretende Augenflecken, welche das auf dem Hinterleibsende sitzende Analhorn ist länger und spitz zulaufend. Bei Beunruhigung ahmt die Raupe die Bewegungen einer Schlange nach, indem sie ihr Vorderteil mit den Augenflecken nach links und rechts wendet.

Dieses Verhalten konnte ich noch nicht beobachten.

Der zweite, sensationelle Fund,   ist die prächtige Raupe vom Lindenschwärmer. Viele Jahre  habe ich unendlich viele  Linden und  viele andere Laubbäume abgesucht. So manches mal fand ich Fraßspuren von Raupen. Doch leider keine Raupe… bis zum 24.08.2016! Die hellen Lindenblätter und die Raupe passten farblich perfekt zusammen. Wenn sie sich nicht bewegt hätte, hätte ich sie kaum entdeckt. Doch sie war am frühen Morgen am Fressen und es war windstill, da sah ich eine Bewegung am Blatt. Als ich genauer schaute, sah ich sie hinten am Blatt sitzen und genüsslich fressen. Welche Freude!

Sie hat wie alle Schwärmerraupen ein Analhorn. Das ist charakteristisch für die Gruppe der Bombycoidea. Das befindet sich mittig auf dem achten Abdominalsegment. Manche haben kleine gerade, manche gekrümmte Hörner. Andere wiederum haben farbenprächtige Hörner. Das vom Lindenschwärmer finde ich besonders hübsch.

Raupen haben keine Zeit, sie müssen fressen und sich häuten, dabei ändern sie öfters das Aussehen. Die Verpuppung ist ihr Ziel. Die fertigen Falter fressen übrigens nichts und sind nur für die Vermehrung zuständig.

Hier nun ein paar Fotos von den Raupen in verschiedenen Stadien.

 

Ein neuer Beitrag folgt in Kürze!

 

 

 

 

Wiesenallerlei – Safari

Ich habe ihn gesehen!!!! Den Wolf -Canis  lupus -!!!!!! In voller Größe lief er bei Boxberg am hellichsten Tage über die Straße! Leider saß ich hinten im Auto und war nicht fotobereit. Unverhofft kommt oft! Nun bin ich jedenfalls sicher, es gibt sie tatsächlich 🙂  Von den über 20 Rudeln hier in Sachsen wird mir bestimmt noch einmal einer begegnen. Das war das spannenste Erlebnis der letzten Tage.

Nun ist absolute Makromotivzeit! Also raus in die Natur und die kleinen und oft besonderen Motive fotografieren!  Der Sommer ist zwar recht launisch, doch ab und zu gelangen mir trotz Wind und Wolken ein paar Bilder, die ich hier gerne zeigen möchte.

Zum Beispiel  die Raubwanze, die sich die Larve eines Pappelblattkäfers – Melasoma populi -erbeutet hat und nun langsam aussaugen wird. Fressen und gefressen werden, so ist die Natur auch im Makrobereich.

Viele Schmetterlinge konnte ich beobachten. Ein paar habe ich fotografiert. Auch sah ich wieder am Wiesenrand eine kleine Waldeidechse auf ihrem Feldstein, der dort liegt.

Auch die ersten Kaisermäntel – Edelfalter- konnte ich fotografieren. Sie lieben ja die Distelblüten. Die Disteln locken allerlei Insekten an. Fliegen, Schmetterlinge, Käfer, Bienen usw. Der Kaisermantel (Argynnnis paphia) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Er ist der größte mitteleuropäische Perlmutterfalter.Sie fliegen jährlich in einer Generation.

Endlich konnte ich auch mal eine große Raupe entdecken.  Die Raupe vom Mondvogel.  Sie hat ein typisches umgedrehtes Y in gelb auf der Stirn. Die Falter sehen aus wie Zigarettenstummel 🙂 , sage ich immer als Nichtraucherin. Der Mondvogel oder Mondfleck ( Phalera bucephala ) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae).

Die Gottesanbeterinnen – Mantis religiosa – habe ich auch in ihrem Biotop besucht und bei strömenden Regen fotografiert. Doch der Weg ist halt recht weit dort hin. Da muss man jede sich bietende Gelegenheit nutzen. Zum Glück hatte ich gerade Besuch von meiner Familie…und somit haben wir uns gegenseitig den Regenschirm gehalten.

Am Abend kam dann sogar die Sonne wieder heraus und ich sah Ockerbindige Samtfalter ( Hipparchia semele) . Er wird auch Rostbinde genannt. Es handelt sich um Tagfalter und sind Edelfalter. Die giftigsten Spinnen Deutchlands, die Ammen- Dornenfinger  ( neben den ebenfalls giftigen Wasserspinnen )  fand ich reichlich.  Sie zu fotografieren ist eine Herausforderung. Angst habe ich keine vor ihnen aber eben den nötigen Respekt.

Der Ammen-Dornfinger ( Cheiracanthium punctorium)  ist eine Art aus der Familie der Dornfingerspinnen (Eutichuridae). Diese Spinne ist wärmebedürftig.  Ammen-Dornfinger sind wie auch andere Arten der Gattung nachtaktiv und verbringen den Tag in Ruhegespinsten in krautiger Vegetation. Für den Eikokon und die daraus schlüpfenden Jungspinnen bauen die Weibchen im Hochsommer auffällige, bis zu hühnereigroße Gespinste. Die hoffe ich noch zu finden.

Der Ammen-Dornfinger ist neben der Wasserspinne ( Argyroneta aquatica)  die einzige mitteleuropäische Spinne, deren Biss für den Menschen medizinisch relevante Folgen haben kann. Zum Glück leide ich nicht unter einer Spinnenphobie.