Märzsafari am 09.03.2015

An manchen Tagen erlebt man so gut wie gar nichts… an anderen wiederum überschlagen sich die Motive…..

So geschehen am 09. März 2015.

Da konnte ich erst einen Eisvogel sichten. Aus großer Entfernung, doch ich sah ihn am Wasser sitzend  und auf Beute lauern.

Dann kam erst ein Seeadler vorbei geflogen… die Gänse waren in Aufruhr. Als kurz danach ein zweiter Seeadler vorbei flog. der viel heller im Gefieder war und adult,

ging es bei den Enten rund. Immer wieder spannend, solche Begegnungen.

An einem anderen Teich schaute ich erst mehr nach oben, als nach unten, lief also mit dem Teleobjektiv herum. Der Nistkasten, der kürzlich noch von neugierigen Kleibern inspiziert wurde, war

heute irgendwie verwaist… kein Vogel zeigte sich. Doch was war das? Ich schaute mit dem Tele auf den Nistkasten und sah zwei kleine Öhrchen. Die erkannte ich gleich als Fledermausohren!

Leider zog sich die Fledermaus, es ist der Große Abendsegler,  zurück und ich wartete vergebens auf ihr erneutes Erscheinen.

Ich suchte mir also andere Motive, wie die Blässgänse , oder die verliebten Schwäne.

Auf dem Rückweg sah ich interessante Flieger am Himmel, klein, sehr flink und wendig… sollten das vielleicht schon Schwalben sein? Viel zu früh…….

Weit gefehlt, es machte „Klick“. Das waren Fledermäuse, die am Tage nach Fluginsekten suchten. In großer Entfernung und mit sehr flinken Sturzbewegungen flogen sie über den Teich.

Sie waren bestimmt aus ihrer Winterruhe erwacht und suchten nun lebhaft nach Futter. Also versuchte ich sie zu fotografieren.  Ganz schön anstrengend, die schnellen und kleinen Flieger zu erwischen. Ein paar Dokuaufnahmen gelangen mir. Ich las, dass sie ca. 50 km/h schnell fliegen können.

Als ich mir einen neuen Standpunkt mit Blickrichtung der Sonne suchen wollte, stolperte ich beim Schleichen durch den Wald erst mal über eine Ringelnatter, die sich sonnte. So früh im Jahr sah ich noch nie eine. Es waren ca. 14° in der Sonne.  Am Waldboden war es bestimmt noch kühler. Diese konnte ich nur unzureichend mit dem Tele fotografieren. Also umrundete ich sie, während sie im Laub verschwand.  Dann sah ich die nächste Ringelnatter, etwas kleinere ,  beim Sonnenbad. Vorsichtig legte ich den Fotorucksack und die Kamera mit dem Tele ab und holte die Sony-Kamera mit dem Makroobjektiv heraus.

In gebührenden Abstand legte ich mich ins Laub und versuchte die Ringelnatter zu fotografieren. Da schlängelte sie auf mich zu und urplötzlich spannte sie sich an und stieß 3 x auf meine Kamera zu. Sie sah sich wohl in der Linse ( Filter) vom Makroobjektiv als Spiegelbild. Da war ich schon etwas erstaunt! Danach schlängelte sie sich unter meinen Fotorucksack ins Laub. Angst hatte ich übrigens nicht, denn die Ringelnatter, Natrix natrix ist ungiftig!

Was für eine spannende Sache!

Sie war dann im tiefen Laub verschwunden.

Die fliegenden Fledermäuse sah ich auch nicht mehr… aber ich habe mindestens 2 spannende Motive an einem Tag fotografieren können.

Die Bilder von diesem interessante Fotoausflug in der Natur möchte ich natürlich gerne zeigen:

  • Liebe Sonja,
    da hast du einen wunderschönen Fototag erlebt. Ich bin begeistert, Fledermäuse am Tag im Flug zu erwischen, das ist etwas ganz Besonderes.
    Deinen Spaß mit der Ringelnatter hätte ich auch gern gehabt.
    Diese Fotoserie ist wiederum wunderschön und bewundernswert, was du an einem Tag vor die Linse bekommen hast.
    Meinen Glückwunsch.
    Liebe Grüße
    Ruth