Besondere Begegnung : Mink, Amerikanischer Nerz

Auf der Motivsuche mit dem  Blick hoch in die Bäume – auf der Suche nach den kleinen und immer lebhaften Schwanzmeisen –  bemerkte ich plötzlich eine Bewegung neben mir.

Vorsichtig drehte ich mich ein wenig zur Seite. Da schwamm direkt neben mir ein pelziges Tier durchs Wasser. Mein erster Gedanke war ein Fischotter…. doch es stellte sich heraus, dass es sich um einen Amerikanischen Nerz, auch Mink genannt,  handelt. Einen Mink  sah ich noch nie in freier Wildbahn. So gut es im Gegenlicht und aus der Nähe ging,  fotografierte ich das zügig schwimmende Tier neben mir mit dem 100 – 400 mm Teleobjektiv.  Dann verließ der Marder  das Wasser und lief geschwind über den Weg davon. Als es abrupt anhielt und zu mir schaute, war ich sehr erfreut.

Dann lief dieser Mink weiter und bog nach links in die Vegetation ab.

Ein paar Aufnahmen gelangen mir von dieser für mich besonderen und seltenen Begegnung.

Auch wenn sie große Räuber sind,  habe ich mich über diese Beobachtung sehr gefreut.

Es gibt viele Zuwanderer… bei den Tieren und auch Pflanzen (Neophyten)

Mit ihnen müssen wir uns arrangieren oder sie bekämpfen. Ich fotografiere sie erst mal, wenn ich sie sehe.

Für weitere Informationen über den Amerikanischen Nerz  empfehle ich diesen Link zu Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanischer_Nerz

 

Die Bilder von meiner kurzen aber interessanten Begegnung:

 

 

Märzsafari am 09.03.2015

An manchen Tagen erlebt man so gut wie gar nichts… an anderen wiederum überschlagen sich die Motive…..

So geschehen am 09. März 2015.

Da konnte ich erst einen Eisvogel sichten. Aus großer Entfernung, doch ich sah ihn am Wasser sitzend  und auf Beute lauern.

Dann kam erst ein Seeadler vorbei geflogen… die Gänse waren in Aufruhr. Als kurz danach ein zweiter Seeadler vorbei flog. der viel heller im Gefieder war und adult,

ging es bei den Enten rund. Immer wieder spannend, solche Begegnungen.

An einem anderen Teich schaute ich erst mehr nach oben, als nach unten, lief also mit dem Teleobjektiv herum. Der Nistkasten, der kürzlich noch von neugierigen Kleibern inspiziert wurde, war

heute irgendwie verwaist… kein Vogel zeigte sich. Doch was war das? Ich schaute mit dem Tele auf den Nistkasten und sah zwei kleine Öhrchen. Die erkannte ich gleich als Fledermausohren!

Leider zog sich die Fledermaus, es ist der Große Abendsegler,  zurück und ich wartete vergebens auf ihr erneutes Erscheinen.

Ich suchte mir also andere Motive, wie die Blässgänse , oder die verliebten Schwäne.

Auf dem Rückweg sah ich interessante Flieger am Himmel, klein, sehr flink und wendig… sollten das vielleicht schon Schwalben sein? Viel zu früh…….

Weit gefehlt, es machte „Klick“. Das waren Fledermäuse, die am Tage nach Fluginsekten suchten. In großer Entfernung und mit sehr flinken Sturzbewegungen flogen sie über den Teich.

Sie waren bestimmt aus ihrer Winterruhe erwacht und suchten nun lebhaft nach Futter. Also versuchte ich sie zu fotografieren.  Ganz schön anstrengend, die schnellen und kleinen Flieger zu erwischen. Ein paar Dokuaufnahmen gelangen mir. Ich las, dass sie ca. 50 km/h schnell fliegen können.

Als ich mir einen neuen Standpunkt mit Blickrichtung der Sonne suchen wollte, stolperte ich beim Schleichen durch den Wald erst mal über eine Ringelnatter, die sich sonnte. So früh im Jahr sah ich noch nie eine. Es waren ca. 14° in der Sonne.  Am Waldboden war es bestimmt noch kühler. Diese konnte ich nur unzureichend mit dem Tele fotografieren. Also umrundete ich sie, während sie im Laub verschwand.  Dann sah ich die nächste Ringelnatter, etwas kleinere ,  beim Sonnenbad. Vorsichtig legte ich den Fotorucksack und die Kamera mit dem Tele ab und holte die Sony-Kamera mit dem Makroobjektiv heraus.

In gebührenden Abstand legte ich mich ins Laub und versuchte die Ringelnatter zu fotografieren. Da schlängelte sie auf mich zu und urplötzlich spannte sie sich an und stieß 3 x auf meine Kamera zu. Sie sah sich wohl in der Linse ( Filter) vom Makroobjektiv als Spiegelbild. Da war ich schon etwas erstaunt! Danach schlängelte sie sich unter meinen Fotorucksack ins Laub. Angst hatte ich übrigens nicht, denn die Ringelnatter, Natrix natrix ist ungiftig!

Was für eine spannende Sache!

Sie war dann im tiefen Laub verschwunden.

Die fliegenden Fledermäuse sah ich auch nicht mehr… aber ich habe mindestens 2 spannende Motive an einem Tag fotografieren können.

Die Bilder von diesem interessante Fotoausflug in der Natur möchte ich natürlich gerne zeigen: