Sommersafari

Die Motive sind zur Zeit sehr unterschiedlich. Ab und zu hole ich das Makro heraus, ansonsten bin  ich mehr mit dem Teleobjektiv unterwegs.

Ich versuche  schon seit Tagen die  Seeschwalben zu fotografieren, wie sie ins Wasser stürzen und Fischbeute machen für den Nachwuchs.

Außerdem konnte  ich einen männlichen Neuntöter – Rotrückewürger – fotografieren, der von seiner Ansitzwarte ständig in die Wiese stürzte um Insekten zu erbeuten.

Auch gelangen mir für mich besondere und rare Foto von einem Teichrohrsänger, der Fische erbeutete!!! Das habe ich vorher noch nie gesehen oder gar gewusst. Doch er kam mehrfach und flog immer mit einem Fisch im Schnabel davon. Die Pechlibelle fraß erst eine Blattlaus und ruhte sich dann aus. Beim Fotografieren entdeckte ich die verliebten Grünrüssler unter dem Blatt…

Bremsen flogen reichlich. Eine mit besonders hübschen Regenbogenaugen verirrte sich in mein Auto. An einem Teich sah ich auch den Wegerich-Scheckenfalter. Den hätte ich dort nie vermutet.

Auch war es sehr spannend, den häufig vorkommenden Pirol… der aber selten frei zu sehen ist, zu erblicken. Aus sehr großer Entfernung fotografiert. Minimalismus pur! Kirschvogel wird er auch genannt… und es stand wirklich eine wilde Kirsche neben dem abgestorbenen Baum. Die Graugänse saßen wachsam im flachen Teich. Dort unkten die Rotbauchunken… doch erblicken konnte ich sie leider nicht. Die Entwicklungsstadien der Marienkäfer sind auch immer wieder spannend anzuschauen.

 

 

 

  • Timo

    Hi!
    Jetzt weiß ich, wie du den Kommentar in meinem Blog meintest. Starke Aufnahme des Fischfressers Rohrsänger!

    LG
    Timo

  • Meyer, Ingo

    Ich las heute einen 2-seitigen Beitrag „Das wilde Leben am Teich“ in der MOPO am Sonntag. Dadurch gelangte ich zu „wiesensafari.de“ und konnte Deine tollen Fotos betrachten. Mit meinem Sohn ziehe ich auch regelmäßig auf Fotosafari durch die verschiedensten Landschaften, vom Erzgebirgskamm ins Tschechische Mittelgebirge, von der Annaburger Heide in die Orchideenwiesen bei Jena. Für uns war es ein äußerst erfolgreiches Spinnen- und Schmetterlingsjahr. Wenn Du Dich jetzt ers , wie Du im Bericht schreibst, verstärkt um Schmetterlinge als Motiv kümmern willst, bist Du einfach etwas spät dran. Die Frühjahrspopulationen waren gebietsweise bereits Mitte Juni „zerfranst“ und die Sommergeneration fliegt gerade noch.Obwohl wir den Kaisermantel nur 2 mal vor der Linse hatten und uns kein guter Schnappschuß gelang, machten wir dieses Jahr „reiche Beute“: Schwalbenschwänze, Segelfalter, Pantherspanner, viele Weißlingsarten, Baumweißlinge, Schachbretter, diverse Perlmutterfalter, z.B. Magerrasen-Perlmutterfalter, versch. Mohrenfalter, wie Rundaugen-, Weißbindiger , Graubindiger Mohrenfalter, Weißbindiges Wiesenvögelchen, Landkärtchen in Frühjahrs- und Sommerpopulation, Grüner Zipfelfalter, versch. Scheckenfalter; Großes Ochsenauge, Brauner Waldvogel, C-Falter, Trauermantel, Admiral, Kleiner und Großer Fuchs, Mauerfuchs. Viele Bläulingsarten konnten wir ablichten, u.a. den extrem seltenen Fetthennen-Bläuling (RL1), den Graublauen Bläuling(RL2), den Silbergrünen Bläuling (RLV)…, Widderchenarten, wie Thymian- und Sechsfleckwidderchen, versch. Grünwidderchenarten, dazu Dickkopffalterarten, Spanner, Spinner und Zünsler en masse.
    Ich kann Dir also nicht Recht geben, wenn Du meinst, dass wir ein „schlechtes Schmetterlingsjahr haben“.

    • Sonja Haase

      Hallo Ingo,
      danke für deine Nachricht.Ich beschäftige mich schon viele Jahre mit der Schmetterlingsfotografie. Und im Vergleich zu vergangenen Jahren ist die Population in diesem Jahr nicht so hoch wie sonst.
      Jedes Jahr ist eben anders. Im tschechischen Mittelgebirge war ich noch nicht, vielleicht sind die Bedingungen da ja besser gewesen. Mohrenfalter gibt es hier z.B. gar nicht.
      Der Kaisermantel im Artikel war nur ein Beispielschmetterling. Ich sah in diesem Jahr erst einen. Andere verschiedene Arten sah ich nur in spärlicher Anzahl.

      Der Zeitungsartikel bezieht sich auf meine Sicht der Schmetterlingspopulationen und wurde in der Zeitung wohl etwas drastisch dargestellt. In deiner Gegend kann es also ganz anders sein. Das hörte ich auch z.B. aus Thüringen usw.das es dort nicht so reichlich mit den Schmetterlingen bisher war wie in den vergangenen Jahren.
      Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei der Schmetterlingsfotografie. VG Sonja.